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Interview mit dem Begründer der Passione Engadina

Passione Engadina 2016
5. Ausgabe
19.‒21. August 2016

Die Passione Engadina wurde 2012 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Schönheit der italienischen Lebensart aus Tradition, Genuss und Stil mit höchstens 100, bis 1980 in Italien gebauten Oldtimern nach St. Moritz und in die wunderschöne Landschaft des Engadin zu holen. Alljährlich steht eine italienische Automobilmarke im Mittelpunkt, die als Guest Sponsor vertreten ist. Nach Maserati, Lamborghini und Ferrari ist jetzt Alfa Romeo an der Reihe, der 2016 weltweit eine wichtige Neulancierung erfahren wird.

Wir hatten die Gelegenheit, über die Veranstaltung direkt mit dem Begründer der Passione Engadina, Paolo Spalluto, zu sprechen.

Welches allgemeine Interesse steht hinter so einer Veranstaltung wie der Passione Engadina und welche Auswirkungen hat sie für den Tourismus in der Region, in St. Moritz?

Die Passione Engadina ist zu einer der zehn wichtigsten Veranstaltungen der Tourismusorganisation St. Moritz-Engadin Tourismus geworden, der wir herzlich für ihr unterstützendes Engagement im Laufe dieser Jahre danken möchten. Die Passione Engadina nimmt einen immer wichtigeren Platz unter den Oldtimer-Rallyes ein, doch sorgt sie auch in der öffentlichen Wahrnehmung für immer größere Neugier. Jedes Jahr kommen sehr, sehr viele Menschen auf den Straßen des Engadin zusammen, um die vorbeifahrenden Fahrzeuge zu sehen oder sie versammeln sich bei der Einfahrt im Zentrum von St. Moritz am Multimedia-Display sowie für den „Luigino Della Santa Concours d’Elegance”, wo die einzige Jury das anwesende Publikum ist. 

Wie werden die Highlights und die Hauptinhalte der Veranstaltung festgelegt?

Jedes Jahr versuchen wir, einen roten Faden zu schaffen, der die Rallye durch das, was wir lieben, nämlich durch Rennfahrer und Fahrzeuge, zu einer Route werden lässt. Wir möchten unseren Teilnehmern ein einzigartiges Erlebnis im Rahmen der von uns so genannten „Passione Engadina Community“ bieten. Ausgehend von meinen Ideen und den Ideen unseres Teams sowie durch Gespräche mit den wichtigsten Marken ‒ unseren Sponsoren ‒ versuchen wir einzigartige Momente zu schaffen, die mit den Fahrerlebnissen verschmelzen. Dieses Jahr wird der großartige Rennfahrer Arturo Merzario zu Gast sein, der für Abarth, Alfa Romeo und Ferrari am Lenkrad saß, und der einer, der Rennfahrer war, der Niki Lauda aus seinem brennenden Fahrzeug auf dem Nürburgring rettete. Wir ergänzen unser Programm auch gerne um kulturelle und künstlerische Elemente, wie z. B. wichtige Automobil-Fotografen und -designer. Dieses Jahr gefällt es uns, einige Überraschungen zu veranstalten.

Welchen Stellenwert besitzt die Passione Engadina für die italienischen Marken und ihre Oldtimer-Sparte?  

Seit Anbeginn haben wir sehr gut mit den Marken zusammengearbeitet, die an unserer Veranstaltung teilgenommen haben. Wir sind der Meinung, dass wir eine sehr gute Plattform sind. Dieses Jahr sind unsere Rennfahrer beispielsweise die perfekten potenziellen Käufer des neuen Alfa Romeo Giulia. Außerdem schätzen es die italienischen Marken sehr, dass wir die Geschichte, die Wurzeln, den Charme und die Magie des historischen italienischen Designs wieder aufleben lassen wollen, das bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.

Ist die Beschränkung auf ausschließlich italienische Fahrzeuge ein Nachteil oder vielleicht sogar eine Gefahr für die Veranstaltung?

Auf keinen Fall, und zwar aus vielerlei Gründen. Zunächst einmal sind die Sammler italienischer Oldtimer unheimliche Liebhaber ihrer Fahrzeuge, zweitens ist die Emotion, die italienische Autos bei den Menschen, Journalisten und Liebhabern hervorruft, einzigartig. Und schließlich sind die teuersten Oldtimer-Sammlerstücke dank der Eleganz der verschiedenen Pininfarina-, Vignale-, Giugiaro- oder Bertone-Modelle italienische Fahrzeuge. 

Kann das Engadin nach so vielen Jahren ein Nachteil sein, da immer nur dieselben Strecken und Pässe zur Verfügung stehen?

Wir versuchen jedes Jahr neue Lösungen zu finden. Dieses Jahr werden wir zum ersten Mal auch in Italien und Österreich fahren, und zukünftig werden wir versuchen, uns noch weiter zu öffnen, indem wir den Aktionsradius unserer Rallye erhöhen. Wenn man an die Passione Engadina denkt, soll man kein klassisches Oldtimer-Treffen im Hinterkopf haben, sondern an mehrere Tage denken, an denen unsere Rennfahrer, von denen 70 % uns seit langem treu sind, etwas Gemeinsames erleben und auch Freundschaften schließen.

Gibt es wichtige Neuerungen oder Ausbauprojekte für die Zukunft der Passione Engadina?

Auf jeden Fall, aber es ist noch zu früh, um alle Neuigkeiten zu enthüllen.

Mehr Informationen unter: www.passione-engadina.ch

 

 


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